BDZ aktuell

Stärkung der FKS: Schritt in die richtige Richtung

Die Ankündigung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Hunderte zusätzlicher Planstellen zu schaffen, ist beim BDZ auf ein positives Echo gestoßen. Kritisch ist allerdings zu bewerten, dass damit nicht einmal die Kürzungen der pauschalen Stelleneinsparungen vergangener Jahre kompensiert werden.
 
Um die Einhaltung der Mindestlöhne gezielt zu kontrollieren, ist bei der FKS nach Angaben des Bundesfinanzministeriums ein stufenweiser Aufbau der Planstellen bei der FKS vorgesehen. Nach 200 zusätzlichen Planstellen im Jahr 2010 sollen 2011 und 2012 jeweils 150 weitere Planstellen geschaffen werden.
 
Damit wird der vom BDZ seit langem erhobenen Forderung teilweise Rechnung getragen, den nach der Ausweitung der Mindestlöhne gestiegenen Personalbedarf anzuerkennen. Der beabsichtigte Planstellenzuwachs sei angesichts der angespannten Haushaltslage zu begrüßen.
 
Hintergrund ist, dass die große Koalition nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz tarifliche Mindestlöhne in weiteren acht Branchen für allgemeinverbindlich erklärt hat. Damit erhalten fast zwei Millionen Beschäftigten Mindestlohn.
 
Nachdem die Planstellen für die FKS in den letzten Jahren völlig sachfremd durch pauschale Stelleneinsparungen von ursprünglich 7000 auf 6400 Stellen gekürzt wurden und der BDZ wegen des Aufgabenzuwachses durch die Kontrolle der Mindestlöhne zusätzliche Planstellen gefordert hat, ist diese Maßnahme aus Sicht von BDZ-Chef Klaus H. Leprich ein „Schritt in die richtige Richtung“.
 
Seitdem sich die Ausweitung der Mindestlöhne abzeichnet, hat der BDZ immer wieder an die Bundesregierung appelliert, für eine bessere Personalausstattung bei der FKS zu sorgen. Diese Entscheidung dürfe bei der Planstellensituation nicht folgenlos bleiben, warnte BDZ-Chef Klaus H. Leprich bereits 2008 im „Focus“. Dort wurde er mit den Worten zitiert, für eine effektive Kontrolle fehle es dem Zoll an Zeit und an Personal.
 
Mit jetzt getroffenen Entscheidung, zusätzliche Planstellen zu schaffen, folgt Schäuble der Argumentation des BDZ, dass die Ausweitung der Mindestlöhne die Arbeitsdichte der FKS spürbar erhöhe, betonte Leprich. Denn diese Kontrollen seien, insbesondere im Blick auf die Betriebsprüfungen, arbeitsintensiv und qualitativ hochwertig.
 
BDZ-Chef Klaus H. Leprich erklärte:

„Letztlich hängt es von der politischen Entscheidung ab, wie konsequent die Schwarzarbeit bekämpft und die Einhaltung der Mindestlöhne kontrolliert wird. Deshalb ist es auch wichtig, dass die Frage der zusätzlichen Planstellen, insbesondere jedoch die Aufgabenwahrnehmung durch die FKS unter dem Dach der Zollverwaltung, nicht zum absurden Spielball der Politik wird. Die Kolleginnen und Kollegen leisten Tag für Tag unter schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit.“

 

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