BDZ aktuell

Nach dem Scheitern der zweiten Verhandlungsrunde: Am 9. Februar auf nach Berlin!

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist am 1. Februar 2010 in Potsdam ergebnislos zu Ende gegangen. Nach zweitägigen Verhandlungen hielten die Arbeitgeber an ihrer starren Haltung fest und legten kein Angebot vor.
 
Die Gewerkschaften begründeten erneut ihre Forderung nach einem Gesamtvolumen von fünf Prozent. Neben einer linearen Erhöhung enthält das Paket qualitative Elemente wie die Verbesserung von Aufstiegs-, Höhergruppierungs- und Beförderungsmöglichkeiten, die Fortführung von Altersteilzeitmodellen und die verbindliche Übernahme von Auszubildenden.
 
Eine lineare Steigerung der Entgelte wurde von den Arbeitgebern weiterhin abgelehnt. In den Verhandlungen wurde deutlich, dass die Arbeitgeber zu Gehaltssteigerungen allenfalls im Rahmen der leistungsorientierten Bezahlung bereit sind.
 
Auch in der Frage der Altersteilzeit konnte keine Annäherung erreicht werden. Nicht verhandelbar war bisher eine Regelung, die sicherstellt, dass durch die Altersteilzeit ältere Beschäftigte vorzeitig in die Ruhephase eintreten und gleichzeitig eine Perspektive für jüngere Beschäftigte aufgezeigt wird.
 
Bundesinnenminister Thomas de Maizière verwies in Potsdam wiederholt auf die desolate Haushaltslage. Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion, betonte in den Gesprächen, die Politik müsse strukturelle Verbesserung der Finanzlage ermöglichen, ohne sich bei den Beschäftigten schadlos zu halten.
 
Da die Arbeitgeber auch nach dem zweiten Verhandlungstag kein Angebot vorgelegt haben, kündigten die Gewerkschaften massiven Protest an. Für die Zeit vom 2. bis einschließlich 9. Februar 2010 erteilte die dbb tarifunion eine Warnstreikfreigabe.
Der BDZ ruft Beamten und Arbeitnehmer zur Teilnahme an der Protestveranstaltung am 9. Februar 2010 in Berlin auf. Gerade vor der dritten und möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde gilt es, im Schulterschluss Druck auf die Politik auszuüben.
Der Protest richtet sich auch gegen die Ankündigung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, mögliche Gehaltserhöhungen durch Personalabbau wieder einzusparen. Unabhängig davon sollen die pauschalen Stellenkürzungen wieder eingeführt werden. Das bedeutet: Nullrunden im öffentlichen Dienst bei gleichzeitig steigender Arbeitsverdichtung.

Informationen zum Ablauf der Protestveranstaltung finden Sie unter dem Bildlink Demos 2010. Über Gruppenfahrten nach Berlin informiert Sie Ihr Bezirksverband.

 

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